Charles Duhigg: Die Macht der Gewohnheit
Psychologie

Die Macht der Gewohnheit

Warum wir tun was wir tun

Mehr als 40 Prozent unserer täglichen Handlungen sind nichts anderes als Gewohnheiten, denn unser Gehirn sucht permanent nach Möglichkeiten, Dinge zu automatisieren. Das ist erstmal nichts Schlechtes, denn sonst müssten wir morgens sogar überlegen, mit welchen Fuß wir zuerst aufstehen. Der Haken an der Sache: Viele unserer Gewohnheiten sind zwar zeit- und energiesparend aber nicht unbedingt gut für uns.

Nicht, dass es an Ratgeberliteratur zum Thema „Gewohnheiten verändern“ mangeln würde, aber das Buch des New Yorker Journalisten und Pulitzer-Preisträgers Charles Duhigg verdient es, aus dieser Masse herausgehoben zu werden. Duhigg gelingt es, dem Leser die Auslösereize und die Mechanismen hinter seinen Gewohnheiten tatsächlich verständlich zu machen und schafft damit die Voraussetzungen sie nachhaltig zu verändern.

 

Außerdem – und das macht es für den unternehmerisch interessierten Leser besonders spannend – dehnt er das Konzept auf Organisationen und Gesellschaften aus. Er zeigt auch dort die Mechanismen und Gewohnheitsschleifen hinter Routinen auf und die Wege zur Veränderung. Wer also neue Prozesse, Abläufe oder Modelle in einem Unternehmen verankern möchte, kann in diesem Buch wertvolle Einsichten dazu gewinnen.

 

NIcht verleugnen lässt sich Duhiggs beruflicher HIntergrund als Investigativ-Reporter. Er baut seinen Spannungsbogen über Fallstudien und Geschichten auf und das macht das Buch, neben der Erkenntnistiefe, sogar noch zu einer unterhaltsamen Wochenendlektüre!

„Es mag den Anschein haben, als würden die meisten Organisationen rationale Entscheidungen auf der Basis sachlicher, wohldurchdachter Abwägungsprozesse treffen, aber so funktionieren Unternehmen nicht. Vielmehr wird das Verhalten von Firmen von langjährigen organisationalen Gewohnheiten bestimmt, Mustern, die oftmals aus den unabhängigen Entscheidungen Tausender Mitarbeiter hervorgehen.

Charles Duhigg

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